Manche Reisen plant man monatelang, und trotzdem kann man kaum glauben, dass man wirklich dort steht. Genau so ging es uns, als wir endlich in Texas ankamen – mitten im WM-Fieber, mit rot-weiß-roter Vorfreude im Gepäck.
Die Anreise: entspannt über Toronto
Die Anreise hätte kaum reibungsloser laufen können. Mit Air Canada ging es über Toronto, wo wir umgestiegen sind, und weiter nach Texas. Kein Stress, keine Verspätungen, keine bösen Überraschungen – genau so, wie man sich den Start in ein großes Abenteuer wünscht.
Wer schon einmal mit Anschlussflügen unterwegs war, weiß: Ein ruhiger Umstieg ist die halbe Miete. Gelandet und gut angekommen sind wir schließlich im Großraum Dallas, genauer gesagt in Mesquite – ein praktischer Standort, von dem aus man das Stadion und die Stadt bestens erreicht.
Der Tag davor: Feiern mit den österreichischen Fans
Wer das Gefühl kennt, fernab der Heimat plötzlich von lauter Landsleuten umgeben zu sein, der weiß, wie besonders solche Momente sind. Am Tag vor dem Match haben wir mit den österreichischen Fans in Dallas gefeiert – und was für eine Stimmung das war!

Zwischen Fangesängen, geteilter Vorfreude und der gemeinsamen Nervosität vor dem großen Spiel entstand genau diese Mischung, für die man Tausende Kilometer fliegt. Man kennt sich nicht, und doch fühlt es sich an wie eine große Familie. Spätestens hier war klar: Diese WM erleben wir mit allen Sinnen.
Spieltag: Österreich gegen Argentinien
Und dann war er da, der große Tag. Heute ging es im AT&T Stadium gegen Argentinien – gegen den amtierenden Weltklasse-Gegner, gegen einen der ganz Großen des Fußballs. Allein das Stadion zu betreten, eingebettet in ein Meer aus Farben und Stimmen, war ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Die Atmosphäre? Elektrisierend. Die österreichischen Fans haben gesungen, gehofft und gezittert. Am Ende stand es 0:2 für Argentinien – ja, wir haben verloren. Aber wisst ihr was? Es macht nix.
Denn manchmal geht es eben nicht nur um das Ergebnis auf der Anzeigetafel. Es geht um das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Um die Gänsehaut beim Einlaufen der Mannschaften, um die gemeinsame Hoffnung mit Wildfremden, um das Stolzgefühl, das Trikot zu tragen, egal wie das Spiel ausgeht. Diese Erinnerung nimmt uns niemand mehr.
Und weiter geht’s
Aufgeben? Kommt für uns – und für die Mannschaft – nicht infrage. Nach dem starken 3:1-Auftakt gegen Jordanien und der Niederlage gegen Argentinien ist im letzten Gruppenspiel gegen Algerien noch alles möglich. Wir bleiben dran, drücken die Daumen und genießen jede Minute dieser Reise.
Texas, du hast uns mit offenen Armen empfangen. Und egal, wie es sportlich weitergeht: Dieses WM-Abenteuer war jetzt schon jede Sekunde wert.
Auf geht’s, Österreich – wir glauben an euch! 🇦🇹
