Der letzte Teil unserer großen Vater-Sohn-Reise durch die USA – von der Wüste an den Pazifik. Nach den unvergesslichen Tagen in Las Vegas führte uns die letzte Etappe an die kalifornische Küste. Und was für ein Finale das wurde: Fußball, Filmkulissen, Palmen.

 

Abschied von Vegas – aber nicht ohne Fußball

Am letzten Tag in Las Vegas stand noch das allerletzte Viertelfinale auf dem Programm. Und ohne das gesehen zu haben, konnten wir unsere Reise nach LA natürlich nicht starten. Also ging es ins Slice of Vegas im Mandalay Bay, wo wir eine wunderbare Pizza und einen Cobb Salad genossen. Mit vollem Magen machten wir uns danach auf den Weg zum Flughafen, um unser Mietauto auszufassen. Und dann hieß es: rauf auf den Highway.

 

Fünf Stunden bis an den Pazifik

Knappe fünf Stunden dauerte die Fahrt nach Los Angeles – und sie lief völlig reibungslos. Am Abend kamen wir schließlich in unserem Hotel an, dem Best Western in Redondo Beach. Für große Unternehmungen waren wir an diesem ersten Abend allerdings zu erledigt. Es reichte gerade noch für eine Kleinigkeit vom Supermarkt Ralphs – schließlich wollten wir am nächsten Tag wieder fit sein.

Santa Monica, Fanmeile und ein Krimi

Am nächsten Vormittag fuhren wir nach Santa Monica und sahen uns dort in Ruhe um. Danach ging es weiter zur offiziellen FIFA-Fanmeile von Los Angeles, die in einem Vorort lag. Ganz ehrlich: Die Organisation war ziemlich chaotisch, sodass wir die erste halbe Stunde des Spiels verpasst haben. Dazu kam die extreme Hitze bei wenig Schatten. Aber das Spiel entschädigte für alles: England gegen Norwegen war extrem spannend und endete erst spät mit 2:1 für die Engländer. Trotz aller Widrigkeiten ein tolles Erlebnis.

Marco Reus live – das Highlight für meinen Sohn

Am Abend wartete dann ein weiteres Highlight unserer Reise: Wir hatten Karten für Los Angeles Galaxy gegen Club América aus Mexiko. Zwar „nur“ ein Freundschaftsspiel – aber da mein Sohn ein großer Marco-Reus-Fan ist und dieser bei den Galaxy spielt, mussten wir da einfach hin. Das Spiel ging 0:1 für die Mexikaner aus, doch das Erlebnis war grandios. Die Stimmung war der absolute Wahnsinn, bei geschätzt 99 Prozent mexikanischen Fans im Stadion. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Und auch kulinarisch hatte das Stadion einiges zu bieten: Mein Sohn hatte einen Brisket-Burger mit Mac and Cheese, ich die berühmten Al-Pastor-Tacos. Supercooles Stadionessen – ein langer, großartiger Tag ging zu Ende.

 

Hollywood, Beverly Hills und ehrliche Worte

Am nächsten Tag standen die Klassiker auf dem Programm. Zuerst ging es nach Hollywood, wo wir uns den Walk of Fame und das Dolby Theatre ansahen. Mein ehrliches Fazit dazu: Kann man sich anschauen – muss man aber nicht gesehen haben. Danach fuhren wir weiter nach Beverly Hills. Dort gab es wunderbare Cookies bei Beverly Hills Cookies, dazu die hochgelobte mexikanische Coca-Cola (die tatsächlich anders schmeckt als die amerikanische – Rohrzucker statt Maissirup). Anschließend drehten wir eine kleine Runde am Rodeo Drive und staunten über die diversen Lamborghinis und Luxusautos, die dort ihre Runden drehen. Nach einem kleinen Snack am Abend in der Shopping Mall ging es zurück ins Hotel.

Universal Studios – schön, aber teuer

Den letzten ganzen Tag in LA verbrachten wir in den Universal Studios. Es war ein sehr schöner Tag, keine Frage. Leider hatte die neue Fast-and-Furious-Achterbahn noch nicht geöffnet, wie ich gehofft hatte – das war schon eine kleine Enttäuschung. Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Ein zweites Mal würde ich den Park nicht besuchen. Für das, was geboten wird, ist der Preis meiner Meinung nach einfach zu hoch.

Der letzte Abend

Den letzten Abend ließen wir in einer unserer absoluten US-Lieblingsketten ausklingen: bei Chili’s. Es gab eine Barbecue-Platte, dazu meine geliebten Fajitas – und natürlich eine wunderbare Margarita.

Abschied

Am nächsten Morgen ging unsere tolle Reise dann zu Ende. Nach letzten Einkäufen im Walmart – hauptsächlich Süßigkeiten für zu Hause – flogen wir mit Austrian Airlines zurück. Es war eine wunderschöne Reise. Wir hatten wirklich viel Spaß miteinander und haben extrem viel erlebt: von der WM-Euphorie über Geisterstädte bis zu den Lichtern von Vegas und den Palmen von Kalifornien. Eine Reise, die wir beide niemals vergessen werden!

Das war’s damit mit meinen USA-Reisen für heuer. Aber eines ist sicher: Die nächste Reise folgt bestimmt. 🌍✈️