Nach den aufregenden Tagen an der Ostküste ging es für uns weiter in die Wüste: Las Vegas rief. Und was uns dort erwartete, war eine Mischung aus brütender Hitze, WM-Fieber, kulinarischen Höhepunkten – und einem sehr persönlichen, bewegenden Moment.

Die Anreise: Turbulent, aber wie im Flug

Am Tag nach dem Spiel ging es früh morgens mit United Airlines Richtung Las Vegas. Wir hatten zwar etwas Verspätung, aber das war kein großes Problem. Der Flug selbst war dafür ordentlich turbulent – wir mussten die ganze Zeit angeschnallt bleiben, und es hat uns immer wieder kräftig durchgeschüttelt. Trotzdem: Die rund fünf Stunden vergingen tatsächlich wie im Flug.

Ankunft: 44 Grad und ein Traum-Pool

Kaum in Las Vegas gelandet, spürten wir sie sofort – die brutale Wüstenhitze. Sagenhafte 44 Grad Celsius empfingen uns. Wir checkten im Mandalay Bay ein, einem wirklich wunderbaren Hotel mit einer traumhaften Poollandschaft, die für Alt und Jung gleichermaßen geeignet ist.

Nach der Ankunft schafften wir es gerade noch auf den Food Court, und am Abend drehten wir eine kleine Runde zu Fuß. Für mehr reichte unsere Energie nach dem langen Reisetag allerdings nicht mehr.

Am Abend stand dann ein WM-Spiel auf dem Programm, das wir im Flanker Kitchen + Sports Bar direkt bei uns im Hotel verfolgten. Dazu gab es ein wunderbares Club-Sandwich und einen herrlichen Burger mit Zwiebel-Speck-Marmelade – ein Genuss.

Sightseeing zu Fuß – und der Kampf mit der Hitze

Den nächsten Tag starteten wir mit vollem Elan und einem ordentlichen Sightseeing-Programm. Wir marschierten von unserem Hotel bis hinauf zum Venetian und klapperten die wichtigsten Spots am Strip ab. Wie schon erwähnt: Die Hitze machte uns dabei ganz schön zu schaffen.

Zu Mittag zog es uns deshalb zurück ins Hotel, wo wir ein bisschen relaxten und den Nachmittag entspannt am Pool verbrachten. Genau die richtige Balance zwischen Erkunden und Erholen.

An diesem Tag nutzten wir außerdem den Doppeldecker-Bus, der den Strip rauf und runter fährt (den „Deuce“), und fuhren damit noch hinaus zur Fremont Street ins Downtown. Unser ehrliches Fazit dazu: Man kann es sich anschauen – muss man aber nicht unbedingt.

Fußball und das kulinarische Highlight der Reise

Am darauffolgenden Tag stand erneut Fußball auf dem Plan – die Viertelfinals liefen. Natürlich zog es uns wieder ins Flanker, das uns beim ersten Mal so gut gefallen hatte.

Doch das eigentliche Highlight kam danach: unser kulinarischer Höhepunkt der gesamten Reise. Wir gingen ins Fogo de Chão im Venetian, eine brasilianische Churrascaria. Was für ein Fleischgenuss – dazu ein grandioses Beilagenbuffet. Mein Sohn und ich waren beide restlos begeistert.

Frisch gestärkt schlenderten wir anschließend noch durch das Caesars Palace und den Palazzo und kamen ziemlich erledigt, aber glücklich zurück ins Hotel.

Ein Reise-Hack am Rande

Kurz ein praktischer Tipp für alle Vegas-Planer: In Las Vegas kosten selbst die Top-Hotels von Sonntag bis Donnerstag oft nur einen lächerlichen Betrag. Wir zahlten für das großartige Mandalay Bay gerade einmal 100 Dollar pro Nacht – und das zu zweit. Wer flexibel ist und die Wochentage nutzt, kann hier richtig sparen.

Die letzte Nacht im Luxor – und eine Reise in die Vergangenheit

Nach unserer dritten Nacht im Mandalay Bay – und einem weiteren Viertelfinale, das wir uns natürlich ebenfalls angeschaut haben – wechselten wir für die letzte Nacht ins Luxor. Und dieser Ortswechsel wurde für mich zu etwas ganz Besonderem.

Denn im Luxor kamen mit einem Mal ganz nostalgische Gefühle auf. Hier war ich schon vor 30 Jahren – damals mit meinen Eltern, die inzwischen verstorben sind. Das Hotel hat sich seither kaum verändert, und plötzlich kamen ganz viele schöne Erinnerungen von damals wieder hoch.

Dieses Mal stand ich mit meinem eigenen Sohn an diesem Ort. Ein Moment, der Vergangenheit und Gegenwart auf eine sehr berührende Weise verband – und den wir beide ganz sicher nie vergessen werden. Genau solche Augenblicke machen eine Reise unbezahlbar.

Vegas auch ohne Casino

Ein Wort noch zum Thema Glücksspiel: Da ich mit meinem Sohn unterwegs war – und er erst 15 ist – wollte ich ein gutes Vorbild sein und habe komplett aufs Gamblen verzichtet. Und weißt du was? Auch ganz ohne Spielen ist Las Vegas auf jeden Fall eine Reise wert. Die Shows, die spektakulären Hotels, die Poollandschaften, das großartige Essen und die schiere Energie der Stadt reichen völlig, um unvergessliche Tage zu erleben.

Weiter geht’s

Nach einer Nacht im Luxor hieß es dann Abschied nehmen von Las Vegas – die Reise führte uns weiter nach Los Angeles.

Fortsetzung folgt … 🚗🌴